Ein virales Transportmedium (VTM) ist eine spezielle Flüssiglösung zur Konservierung und zum Transport viraler Proben (z. B. Nasen-Rachen- oder Oropharynxabstriche) für Laboruntersuchungen. Es erhält die Lebensfähigkeit und Stabilität der Viren während des Transports und gewährleistet so präzise Diagnoseergebnisse.
Komponenten des viralen Transportmediums:
Gepufferte Kochsalzlösung – Hält den pH-Wert im Gleichgewicht.
Proteinstabilisatoren (z. B. Rinderserumalbumin, Gelatine) – Schützen Viruspartikel.
Antimikrobielle Wirkstoffe (z. B. Gentamicin, Amphotericin B) – verhindern das Wachstum von Bakterien/Pilzen.
Kryoprotektiva (z. B. Saccharose) – Hilft bei Bedarf beim Einfrieren/Lagern.
Häufige Verwendungen:
COVID-19-Test (SARS-CoV-2-Nachweis)
Grippetest
RSV-Nachweis (Respiratorisches Synzytialvirus)
Andere Atemwegs- oder Virusinfektionen
Arten von VTM:
Standard-VTM – Für den Routinetransport bei Kühltemperaturen (2–8 °C).
Universelles Transportmedium (UTM) – Kompatibel mit mehreren Diagnosemethoden (PCR, Kultur).
Molekulares Transportmedium – Optimiert für Tests auf Nukleinsäurebasis (wie RT-PCR).
Lagerung und Handhabung:
Normalerweise bei Raumtemperatur oder gekühlt gelagert.
Die Tupfer sollten unmittelbar nach der Entnahme in ein VTM gegeben werden.
Innerhalb von 24–72 Stunden (oder gemäß den Laborrichtlinien) ins Labor transportiert.
VTM stellt sicher, dass Virusproben bis zum Eintreffen im Labor stabil bleiben, wodurch die Genauigkeit diagnostischer Tests verbessert wird.